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Wird hier von "schwedischen Isbar" gesprochen, sind immer die originalen Silverudds Blue gemeint 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Martin Silverudd hat seine Rasse reinerbig für grüne Eierschalenfarbe erzüchtet !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Beim Verkäufer unbedingt umfassend über seine Tiere informieren! Vorsicht bei "Sonderangeboten"!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine reelle Zucht von originalen Silverudds Blue ist sehr zeitaufwendig und schwierig! Eier in einen Brutkasten legen, kann jeder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über Infos zu "originalen Isbar" freue ich mich natürlich ebenso

 

 

 

 

 

 

 

Rassebeschreibung


Isbarhahn in splash.Isbarhahn in splash.Vorab:

Silverudds Blue sind keine anerkannte Rasse, in Schweden gehören sie aber zum "erhaltungswürdigen Kulturgut". Der schwedische Verein "Kulturhönsföreningen" registriert Züchter, erkennt Zuchtlinien an und führt Stammbäume. Er bemüht sich um die Erhaltung und Zucht von Silverudds Blue und original Isbar. 

Die nachfolgende Beschreibung ist eine Sammlung von Informationen von schwedischen und deutschen Züchtern und um meine persönlichen Erfahrungen ergänzt. Sie erhebt daher keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit.

 

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Bitte beachten: 

Alle hier genannten Merkmale beziehen sich ausschließlich auf die echten schwedischen "Silverudds Blue" und können bei Mixen nicht vorausgesetzt werden! 

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Entstehung

Silverudds Blue (original Silverudds Blå ) -in Deutschland meist "Schwedische Isbar" genannt- wurden in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts von einem schwedischen Pfarrer namens Martin Silverudd für die schwedische Eierproduktion gezüchtet. Er wollte eine Hühnerrasse erschaffen, die mit ihrer Legeleistung mit den Hybriden konkurieren können und gleichzeitig die Vorteile eines Rassehuhnes aufweisen, wie z.B. die Reproduzierbarkeit und Vitalität. Sein Ziel war es die Legeleistung weiter zu optimieren, nur wollte er die Zucht auch ohne Fallnestkontrolle betreiben können. Daher züchtete er eine Rasse die reinerbig für die grüne/blaue Eierschalenfarbe ist und bei der jede Henne eine individuelle (grüne/blaue) Eierfarbe legen sollte. Deshalb ist das Farbspektrum der Eier bei Silverudds Blue so ungewöhnlich groß und reicht von hellem türkis bis dunklem moosgrün. Die Hähne sind daher äußerst interessant für die "Buntleger-Zucht", sofern sie "reinrassig" sind (da reinerbig). Die Reinerbigkeit für grüne Eierschalenfarbe ist ein wichtiges ursprüngliches, rassespezifisches Merkmal -welches daher erwartet werden darf und doch leider nicht automatisch vorausgesetzt werden kann- und das bei Vermischung mit nicht reinerbig grünlegenden Tieren automatisch verloren geht (siehe Aktuelles!) Den Ursprung für das blaue Gefieder vermutet man bei den Australorp. 

Leider verstarb Silverudd 1986 bevor er Standards für die "Rasse" festlegen konnte, so dass sich die verschiedenen Zuchtlinien bis heute in ihren Merkmalen relativ stark unterscheiden können.   In Schweden einigte man sich darauf die "Rasse" zu seinen Ehren "Silverudds Blå" (Silverudds Blaue) zu nennen.

Die ersten originalen Silverudds Blue wurden (vermutlich im Ei ) aus Schweden importiert, wo sie anfänglich "Isbar" genannt wurden, daher auch die Bezeichnung "schwedische Isbar" im Deutschen. Inzwischen wurde der Name jedoch offiziell zu "Silverudds Blå" (übersetzt Silverudds Blaue) geändert. Denn Martin Silverudd erzüchtete bereits 20 Jahre vorher reinerbige Grünleger, die "Isbar" die sich deutlich von den Silverudds Blue unterscheiden. Sie sind weiß mit goldener/silberner Sperberung. Daher auch das "-bar" ("barred"=gestreift) im Namen. Sie waren als "Rasse" fast verloren gegangen, es gibt aber inzwischen in Schweden ein Zuchtprogramm zur Reaktivierung der Rasse. Auf die originalen "Isbar" soll auf diesen Seiten allerdings (noch) nicht weiter eingegangen werden, da sie in Deutschland weitesgehend unbekannt sind.  

 

Rassemerkmale 

 

Diese in Deutschland noch seltene aber sich, wegen der fantastischen Eigenschaften, wachsender Beliebtheit erfreuenden Rasse, hat aufgrund ihrer ursprünglichen Verwendung eine hervoragende Legeleistung von 250 - 280 Eiern im Jahr,Isbar-Eier (rechts). Im Vergleich, Eier von Cream legbar (links)Isbar-Eier (rechts). Im Vergleich, Eier von Cream legbar (links) die 45-60 g wiegen und in vielen wunderschönen Grün- und Blautönen variieren können. Ihr einzigartiges Farbsprektrum reicht von hellen, pastellen Grün- und Blautönen bis hin zu kräftigem, dunklem Oliv- und Moosgrün. Aufgrund ihrer Robustheit und Kälteunempfindlichkeit stellen Hahn und Hennen ihre „Arbeit“ auch im Winter nicht so schnell ein. Die Hennen weisen keinen bis wenig Bruttrieb auf, um die gewünschte Legeleistung erlangen zu können und sind daher für die "kleine Selbstversorgung" noch interessanter. Diese flugfaulen aber aktiven Futtersucher sind ruhig und freundlich und werden leicht zahm. Die bekannte gute Resistenz gegenüber der marek'schen Lähmung ist mir von schwedischen Züchtern als bekannt bestätigt worden. Die Hähne gelten als äußerst triebstark. Ich habe sie außerdem als extrem tolerant und nicht aggressiv gegenüber Menschen, anderen Hähnen und auch Küken erlebt. Die mir bekannten Hähne krähen angenehm dumpf und vergleichsweise leise. Die Küken befiedern schnell und sind sehr agil, selbstbewusst und neugierig.

Henne in blauHenne in blauWie der Name schon sagt, sind Silverudds Blue blau. Dies spaltet sich bei Verpaarung mit blau in wiederum blau, schwarz und splash (schmutzigweiß). Bereits bei den Küken erkennbar, können diese 3 Farben auftreten.  Besonder die Hähne können bisweilen etwas Gold oder Silber im Gefieder haben. Ich persönlich würde nie auf die Idee kommen, die splashfarbenen oder schwarzen Tiere als "fehlfarbig" zu bezeichnen. Da es sich um keine anerkannte Rasse handelt, die auf Ausstellungen einem Standard entsprechen muss, darf man sich an den 3 Farbvariationen erfreuen. Die Tiere haben schöne grünfarbige Läufe, die je nach Federfarbe dunkler oder heller sein kann. Die Hennen wiegen ca. 1,5 kg, die Hähne ca. 2 kg. Eventuell liest man, dass es eine leichte und eine schwere Variante gibt. Weitere Informationen hierzu sind allerdings nirgends zu finden, ich schätze daher, dass hier die "allgemeine Unterschiedlichkeit" der einzelnen Zuchtlinien gemeint ist. 

 

 

Der Kauf von schwedischen Isbar

 

Aus Erfahrung weiß ich, dass es u.U. einiges an Mühe und Geduld erfordert Hühner dieser Rasse anzuschaffen, da es sie nicht gerade wie "Sand am Meer" gibt und man beim Kauf besonders gut aufpassen muss um nicht am Ende Mixe zu haben. Ebenfalls aus Erfahrung kann ich sagen: Alle Mühe lohnt sich!

Die Entwicklung keine "Industrie-Eier" mehr essen zu wollen, sondern mit einem kleinen Hühnerbestand eigene Eier im Garten zu produzieren, hat sich in den letzten Jahren zunehmend verstärkt und hält weiterhin an. Gerade die bunten Eier sind dabei besonders beliebt (nicht nur bei Kindern). Wer grüne Eier haben möchte, aber nicht auf Mixe oder die bekannten Grünleger(-Hybriden) von Geflügelhändlern zurückgreifen will, hat bei den Rassehühnern nur eine geringe Auswahl. Die Legeleistung der Araucana wird mit 180 Eiern/Jahr angegeben, die der Isbar mit 250-280 Eiern/Jahr. Silverudds Blue haben daher (und sicherlich aufgrund ihrer anderen positiven Eigenschaften) in den letzten Jahren einen rasanten Anstieg in Sachen Beliebtheit erfahren und es hat sich eine beachtliche "Fangemeinde" gebildet. Ihr Status als nicht anerkannte Rasse, macht sie allerdings für Ausstellungszüchter nicht wirklich interessant (was -wie ich finde- wiederum all ihren guten Eigenschaften nur Zugute kommt und gern so bleiben kann, da die Zucht dadurch nicht auf ihr äußeres Erscheinungsbild beschränkt wird!). Es gibt daher wenige Züchter, die sich mit der Rasse Silverudds Blue beschäftigen, was auch an den spärlichen, verstreuten Informationen über diese Hühner liegen mag. Dabei sind Information, in diesem Fall gerade zur Genetik doch das Allerwichtigste für einen guten Züchter (ein Ei in einen Brüter legen, kann jeder).

 

Dieses Informationsproblem soll allerdings mithilfe dieser Informationsseite behoben werden. 

 

Die größte Chance Exemplare von dieser Rasse zu ergattern, hat man wahrscheinlich bei den Bruteiern. Gerade hierbei ist es unerlässlich sich beim Verkäufer umfassend über die Herkunft der Linie zu informieren. Wer sich damit beschäftigt, hat sicherlich bereits festgestellt, dass viele Silverudds Blue in Deutschland von gleicher Herkunft sind und so eine enge Blutsverwandschaft aufweisen. Wer also Bruteier aus Schweden importieren möchte und das große Glück hat, einen Kontakt zu finden, sollte unbedingt beachten, dass die Schweden eine zweite, von Martin Silverudd erzüchtete Grünleger-Rasse "Originale Isbar" nennen um sie von Silverudds Blauen zu unterscheiden. Es ist also wichtig dort konkret nach "Silverudds Blue" ( Silverudds Blå) zu fragen!

 

Der Preis von Silverudds Blue

 

Preise richten sich generell nach Angebot und Nachfrage. Natürlich haben seltene Rassen ihren Preis, vor allem wenn die Beliebtheit steigt, das wird soweit jeder verstehen. Darüber dass solche Marktsituationen gewisse Risiken bergen, sollte sich ebenfalls jeder im Klaren sein. Wer sich also für diese Rasse interessiert, sollte beim Kauf -auch von Eiern - ein sehr "wachsames Auge" haben. Da sich leider die -für Missverständnisse anfällige- Bezeichnung ( siehe Import von Bruteiern) "schwedischer Isbar"  eingebürgert hat, ist es zumindest unerlässlich den Verkäufer zu fragen, ob es sich tatsächlich um "Silverudds Blue" handelt, auch bei den schwedischen Linien. Dies lässt sich allerdings natürlich schon an der Gefiederfarbe erkennen, da Silverudds Blue nur blau, schmutzigweiß (splash) oder schwarz auftreten können. Da allerdings das Aussehen der Silverudds Blue nicht genau definiert ist und - dank unterschiedlicher Linien- z.B. in der Größe der Hühner variieren kann, ist es notwendig sehr genau hinzuschauen, um originale ("reinrassige") Tiere von Mixen unterscheiden zu können , für die der gängige Preise von 4,00 bis 5,00 Euro pro Brutei wohl kaum gerechtfertigt wär. Ein untrügliches Zeichen für originale Silverudds Blue sehe ich in der Reinerbigkeit für die grüne Eierschalenfarbe (ein ursprüngliches Zuchtziel, das als wesentliches Merkmal dieser Rasse erwartet werden darf), da diese Reinerbigkeit  bei Einkreuzung (von nicht-reinerbig grünlegenden Rassen) automatisch (erstmal) verloren geht (siehe Aktuelles!! ). Ich habe daher zu Beginn meiner Zuchtarbeit alle meine Tiere auf ihre Reinerbigkeit für die grüne Eierschalenfarbe getestet (als erste und einzige Zucht Deutschlands!) Ein gut erkennbarer Indikator für echte Silverudds Blue sind die grünen Läufe, da diese durch Fremdeinkreuzung meist durch orange oder stahlblaue ersetzt werden. Das Grün selbst kann unterschiedlicher Ausprägung sein. Es kann von leichtem grünlich (bei splashfarbigen Tieren)  bis grün-schwarz  reichen (bei schwarzen Tieren). Es ist weiterhin sinnvoll verschiedene Linien zu halten, um die Vielfalt der Eierfarbe zu erhalten und den ohnehin kleinen Genpool nicht noch zu verkleinern.  

 

An dieser Stelle eine persönliche Anmerkung:

Für Tipps, Empfehlungen und Kontakte zu Silverudds Blue bin ich jederzeit dankbar! (Meine emailadresse findet man unter Kontakt) Ebenso beantworte ich gern alle Fragen von Interessierten an diesen tollen Hühnern. Ich selbst habe mir natürlich ein kleines, aber ständig wachsendes Verzeichnis mit Kontakten zu Züchtern u.Ä. und Informationen über deren Linien angelegt. Da mich sehr viele Leute fragen, wo sie Silverudds Blue (oder Bruteier) herbekommen können, kann ich so manchmal einen (öffentlich gemachten) Kontakt vermitteln. Züchter können sich ebenfalls gern bei mir melden und nach Kontakten fragen oder mir ihre Daten geben. Am bestengleich mit der Angabe welche Informationen ich weitergeben darf und welche nicht. Mein Verzeichnis ist ausschließlich für mich und wird an keiner Stelle veröffentlicht werden.  

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